Übung #3 – Das Treten

In dem heutigen Beitrag geht es um das Thema Treten / Kicks. Welche Kicks gibt es, welche sind effektiv, wofür sind diese gut und was macht Sinn in der Selbstverteidigung? Außerdem gibt es Tipps zu verschiedenen Kicks, sowie einen kleinen Clip meiner „Lieblings-Kicks“.
Eine wichtige Sache vorab: Selbstverteidigung erlernst du nie, um damit auf der Straße anzugeben. Hier geht es darum zu lernen, was zu tun ist in einer ernsten Gefahrensituation. Bitte merke dir das. Denn der beste Kampf ist der, der nicht geführt wird (Quick Reminder: Warum Selbstverteidigung?)

Einführung
Beim Treten nutzt du deine Beine, genauer gesagt deinen Fuß-Spann, die Fußspitze, die Fußsohle deine Ferse oder dein Schienbein, um dich effektiv zur Wehr zu setzen. Da deine Beine länger sind als deine Arme, hast du gleichzeitig mehr Reichweite, um einen Treffer zu setzen beziehungsweise jemanden auf Entfernung zu halten (Stichwort Komfortzone). Da du beim Kick selbst ein Bein vom Boden abhebst, spielt dein Gleichgewicht eine große Rolle beim Treten. Niedrige Kicks in Richtung Schienbein schaffst du mit wenigen Übungen zu perfektionieren und deinen Stand zu bewahren. Höher angesetzte Kicks in Richtung Oberschenkel oder Körpermitte sind dabei schon schwieriger. Hier brauchst du mehr Übung, um das notwendige Körpergefühl und Gleichgewicht zu bekommen. Und um die Tritte sauber auszuführen kannst du gleich aus der von mir empfohlenen Körperhaltung bzw. Verteidigungshaltung trainieren. Let’s go!

Was ist sinnvoll und einfach erlernbar?
#1 Schienbein-Kick
Der Tritt gegen das Schienbein eines Gegners ist aus meiner Sicht eine einfache Methode, sich zur Wehr zu setzen. Dabei versuchst du seitlich mit dem Fuß den Gegner am unteren Schienbein zu treffen. Wenn du den Fuß seitlich drehst, hast du automatisch eine größere Angriffsfläche und eine bessere Chance, deinen Gegner zu treffen (ähnlich wie beim Fußball einen Pass zu spielen). Der Tritt kann dabei schnell gesetzt werden und dient unter anderem dazu, deinen Angreifer zu schocken. Angenommen, du wirst an deinem Arm oder Handgelenk festgehalten, kann der Tritt zum Schienbein dir dabei helfen, zunächst den Gegner zu schocken und im Anschluss dich aus dem Griff zu befreien.

#2 Front-Kick
Ein weiterer effektiver Tritt ist der „Front-Kick“. Dabei trittst du gerade aus nach vorne, um deinem Gegner beispielsweise zwischen die Beine zu treten (mit der Fußspitze) oder in den Bauch zu treten (mit der Fußsohle). Diesen Tritt siehst du in vielen Kickbox oder MMA kämpfen. Hier siehst du auch, dass bei diesem Tritt zunächst das Knie angehoben wird, und dann der Kick mit dem Unterschenkel erfolgt. Das Treten im Kampfsport funktioniert etwas anders als ein Schuss beim Fußball. Dieser Kick dient ebenfalls dazu, den Gegner auf Abstand zu halten oder um dich aus einem Griff befreien zu können.

Diese zwei einfachen Tritte können jederzeit auch ohne Gegner geübt werden. Achte dabei besonders darauf, dass du während des Tretens das Gleichgewicht halten kannst, nicht umfällst und nach dem Kick immer wieder in deine Ausgangsstellung zurückkehren kannst. Dazu dienen dir auch allgemeine Übungen zum Thema Gleichgewicht. Hierzu ein kleiner Reminder zu Koordination und Körperbeherrschung.

Fazit
Natürlich gibt es eine Reihe weiterer Trittmöglichkeiten, jedoch halte ich die beiden oben genannten zunächst für am Sinnvollsten, um sich dem Thema anzunähern. Bedenke immer, dass nicht jeder Tritt der schön aussieht, auch sinnvoll und effektiv für die reine Selbstverteidigung ist. Tritte, die höher als „Hüfthoch“ gehen, bringen auch gleichzeitig einige Risiken bei der Ausführung mit sich. Eventuell verlierst du dabei das Gleichgewicht oder dein Tritt ist nicht stark genug und wird abgefangen. Im worst case landest du danach auf den Boden – und das ist der letzte Ort, wo du während eines Kampfes hinkommen möchtest.

Also auf geht’s: Übe ein paar Tritte, suche dir einen Trainingspartner oder trainiere alleine deinen Körper und vor allem à verletze im Training andere und dich selbst nicht. Denke immer daran, dich ausreichend aufzuwärmen, bevor du mit dem Training beginnst.

Als kleines „Schmankerl“ gibt’s einen kurzen Clip mit einigen meiner Lieblingstritte!

#machdichstark

Martin

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